20. Oktober 2017

Mag es gern hygge...

...um bei den Hype-Begriffen zu bleiben.

Doch wer möchte das nicht - hygge?!
Hygge ist ein weiteres It-Word... neudeutsch-englisch-dänisch
oder einfach global gesehen.

Was steckt dahinter!

 Meine Gedanken zu diesem Begriff und die Umsetzung in meinem
beziehungsweise unserem Eheleben.


- Enthält Werbung -

Achtsamkeit und die Kunst des bewussten Essens

Ein Buch, das so vollkommen zu meiner persönlichen Lebensphase passt. Bewusst mit Achtsamkeit im Dasein zu atmen, zu arbeiten und ganzheitlich entsprechend zu handeln. Im Vorwort, welches im Übrigen von Nele Neuhaus geschrieben steht, lese ich deren intime Schilderung, die meinem eigenen Alltag so ähnlich anmutete.

Auch ich musste aus gesundheitlichen Gründen zurückrudern oder eventuell folgendermaßen ausgedrückt, es bestand die Notwendigkeit zwei Gänge herunterschalten. Da blitzt erneut die Forderung nach Achtsamkeit, nach neuen und mit Sicherheit anders gearteten Wegen auf.

Hier in dem Buch finde ich diese Impulse in den Rezepten, in Tipps
und Tricks für den Umgang mit Lebensmitteln. Die Rezepte mit guten
Beschreibungen und Bilder, die die jeweilige Zubereitung noch aufwerten.

Wesentlich ist jedoch für mich - über den Genuss bei der  Speisezubereitung
hinaus - der deutliche Mehrwert dieses Buches, der mit den
Achtsamkeitsübungen und den vielen Erfahrungen, die auf Augenhöhe
herüberkommen anzusehen. Buddhistische Weisheiten, die dem ganzen
Konzept gut stehen und das kombinierte Koch-Backbuch zu einem
fantastischen Begleiter emporheben.

Ich gebe 7 von 7 Lesezeichen!






Wenn Sie das Leben kennen,
geben Sie mir doch bitte seine Anschrift...



Jetzt ist es Herbst.

Die Welt ward weit,
die Berge öffnen ihre Arme
und reichen dir Unendlichkeit.
Kein Wunsch, kein Wuchs ist mehr im Laub,
die Bäume sehen in den Staub,
sie lauschen auf den Schritt der Zeit.

Jetzt ist es Herbst,
das Herz ward weit.

Das Herz, das viel gewandert ist,
das sich vergnügt mit Lust und List,
das Herz muss gleich den Bäumen lauschen
und Blicke mit dem Staube tauschen.

Es hat geküsst, ahnt seine Frist,
Das Laub fällt hin, das Herz vergisst.

(1867 - 1918), deutscher Dichter und Maler







Hygge ist eine typische, ja alltägliche Haltung - gehört zum
Lifestyle - in unserem schönen nördlichen Nachbarland Dänemark
und ebenfalls in das Leben der anderen skandinavischen Länder.

Der Begriff Hygge hat jedoch verschiedene Bedeutungen.

Es beginnt bei der „Kunst der Innigkeit“, geht weiter zur „Gemütlichkeit
der Seele“, der „Abwesenheit jeglicher Störfaktoren“ bis hin zu „Freude
an der Gegenwart beruhigender Dinge“, hält inne beim „gemütlichen
Beisammensein“ und endet bestimmt nicht bei „einem Schaumbad bei
Kerzenschein“.

Hygge ist warmes Licht und ein kuscheliges Sofa, Picknicken im
Sommer und Glögg trinken im Winter.

Dabei ist Hygge eine Einstellung, die frau lernen kann!

Die Nordmänner, im Speziellen die Norweger sind das glücklichste
Volk der Welt heißt es, das stellt der diesjährige
World Happiness Report“ jedenfalls derartig fest.

Dicht gefolgt in Sachen Glück sind - wie erwähnt - die nordischen
Nachbarn aus Dänemark und Island. Finnland landet hinter der
Schweiz auf Platz fünf, und auch Schweden schafft es noch
in die Top Ten.




Begonnen hatte dieser Hygge-Hype übrigens bereits vor mehreren Jahren bei uns, meinem Mann und mir! Wir führten öfter Diskussionen darüber, wie wir unseren gemeinsamen Lebensabend angenehm gestalten.

Weit vor dem Happiness-Report und dem skandinavischen Impuls.
Und wir üben uns fleißig analog im Danismus alles erdenklich Mögliche in unserem Alltag entsprechend hygge zu gestalten.

So kam es auch spontan zur Entscheidung am Kirchweihsonntag
eine Flussfahrt auf der Altmühl mitzumachen,
wovon hier die Bilder zeugen...




   . : .

Zitat im Bild.

Jede Woche heißt es, sich Gedanken machen. Den Alltag, Gefühle
in Wort und Bild harmonisch, lustig, gedankenvoll, inspirierend,
nachdenkenswert und schön umzusetzen.
Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

. : .
 : 




Wenn ein Mensch sagt: "Ich bin glücklich",
so meint er einfach:
"Ich habe keine Sorgen, die mich berühren."







Das Leben ist kurz, aber die Langeweile
verlängert es.
(1864 - 1910), französischer Roman- und Tagebuchautor
Quelle: Renard: »Journal«, 1887-1898
__________

Nein, langweilig wird es uns wohl nie...

...habt es alle fein, wünscht

Heidrun

13. Oktober 2017

Lagom...

 ...ein neues Wort in meinem Sprachschatz!

Lagom? Lagom!

Lagom ist ein Wort aus dem Schwedischen, das ich im Autoradio bei Deutschlandfunk Kultur aufschnappte und später verfolgte.

Dieses Wort, für das es keine adäquate Übersetzung ins Deutsche gibt,
hatte mich neugierig gemacht. Auch das Norwegische (sowie die beiden
Schriftsprachen Bokmål und Nynorsk) kennen das Wort, wie ich
nachlesen konnte.

Herausgefunden habe ich schließlich folgendes:
Lagom umschreibt eine in Schweden typische Einstellung, die Ablehnung von Extremem, stattdessen die bewusste Wahl des gesunden Mittelmaßes.
Lagom heißt also  „gerade richtig“, eben nicht zu viel und nicht zu wenig.

Lagom *klick wird hier übrigens noch im YouTube-Clip von einem
schwedischen Landsmann erklärt...





Träumereien sind der Mondschein der Gedanken.



   . : .

Zitat im Bild.

Jede Woche heißt es, sich Gedanken machen. Den Alltag, Gefühle
in Wort und Bild harmonisch, lustig, gedankenvoll, inspirierend,
nachdenkenswert und schön umzusetzen.
Ein schönes Projekt von Nova; bei ihr findet man weitere
Blogger, die sich mit dem Thema beschäftigt haben.

. : .
 : 

...am Steinsee entdeckt, in der Nähe von München...



Das Leben ernst nehmen wie eine Posse.
(1864 - 1910), französischer Roman- und Tagebuchautor



Habt es fein, ich wünsche ein schönes Wochenende
und sende liebe Grüßle

Heidrun


Verlinkt mit Image-In-Ing


10. Oktober 2017

Rezension


- Enthält Werbung -

Die großen Gärtner

von Stephen Anderton
Im Vorwort wird von sogenannten Placemakern gesprochen, einem zunächst
ungewöhnlichen Vergleich, ein seltsamer Begriff für die Gärtner, die ihre
Grünanlagen anlegten. Doch es wird auch sofort erklärt: Es handelt sich hierbei
um Menschen, die Orte oder Oasen schufen, die Erholung, Entspannung und
eben Abstand vom Alltag bieten, um inspirierende Ereignisse, die das ganze Jahr
über reizvoll sind. Also ja, hier wurden besondere Plätze geformt, gepflegt und
erhalten, die es lohnt näher zu betrachten.

Geschichten, wissenswerte Details rund um herrliche Gärten.

Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger
als eine Sekunde schaut. 

-Henri Cartier-Bresson




Die großen Gärtner ist keine vollkommene Liste nach empirischen Maßstäben
sondern eine persönliche Zusammenstellung von Stephen Anderton. Er arbeitet
im Übrigen als Journalist, Autor und Moderator und setzt sich intensiv für den
Erhalt und die Restaurierung von historischen Gärten ein, wofür er bereits im
Jahr 2000 ausgezeichnet worden ist. Ein Fachmann, der weiß wovon er erzählt.


Das Buch ist für mich ein Refugium!

Egal auf welcher Seite ich aufschlage, sobald drei Zeilen gelesen,
tauche ich in eine andere Welt, die begleitet von diversen Bildern
zutiefst begeistert.


Die großen Gärtner sind dennoch nach vier Gesichtspunkten aufgegliedert:
Inspiration, Linien, Kurven und den Plantsmen, den Pflanzenkennern.

Hier greife ich Claude Monet, den Maler auf, der zu den Plantsmen zählt,
dem ein Kapitel gewidmet ist.

Malen mit Blumen heißt es in der Überschrift und darunter informieren
Lebensdaten über zusätzliche Ereignisse zum Geburtsjahr und dem
Todestag, die den geneigten Leser sofort in dessen Alltag gedanklich vermitteln.


Monet beschäftigte sich eingehend mit seinem Garten, den er Stück für Stück -
oder im Bild zu bleiben - Platz für Platz erweitern konnte. Es ist zu erfahren,
dass er sieben Gärtner unterhielt, die seinen Angaben gemäß die Gartenanlage
gestalten mussten.

Meine Freude an dem Buch wird bestimmt immerwährend sein, kann ich
doch unbeschwert jederzeit einzelne Kapitel lesend betrachten, mich in
fremden Gärten sonnend ergehen.

Und ich kann dieses lesenswerte Buch nur empfehlen!


Ich gebe 7 von 7 Lesezeichen!




Ich sah das Bild, das in den Augen des Teichhuhns sich bricht,
wenn es untertaucht: Die tausend Ringe, die jedes kleine Leben einfassen,
das Blau der flüsternden Himmel, das der See trinkt,
das verzückte Auftauchen an einem anderen Ort - erkennt, meine Freunde,
was Bilder sind:
Das Auftauchen an einem anderen Ort.
(1880 - 1916), deutscher Maler und Grafiker, Mitbegründer der Künstlergemeinschaft "Der Blaue Reiter"


Habt es fein, wünscht

Heidrun


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