27. März 2017

Erste Spaziergänge...

...vermehrt ohne Krücken.

Es verhält sich noch schwierig, zu laufen!

Wiedereingliederung.

Ein solches Verfahren dient zum schrittweisen Aufbau in der
jeweiligen Tätigkeit. Der Haken ist, dass dies für 400 Euro-Kräfte
nicht vorgesehen. Meine Arztpraxis stellte mir trotzdem ein
solche Stundenliste zusammen und mein Arbeitgeber akzeptierte.

Klitzekleine Spaziergänge, etwa zum Briefkasten einmal um den Block
sollten der Genesung dienlich sein. An meiner Seite: Mein Mann.

Und dabei ein Stehenbleiben ab und zu und mit der Kamera die
eine oder andere Aufnahme von nachbarlichen Gärten im Viertel...

Jeden 2. Dienstag sieht Jutta  "Rot" - nächster Termin 11. April.



Zwei Archivbilder von 2016





Frühling

Hallo, es wird Frühling!
Hallo, es ist März!

Hörst du den Sturm nicht,
altes Herz?! und siehst du nicht:
wie Tag um Tag nun immer heller
die Sonne durch die Wolken bricht
und wie es ringsum tropft und rinnt
und wie es zu keimen und knospen beginnt
in Tal und Höh, all-allerwärts…
siehs doch und glaub es, altes Herz!

Siehs doch und glaub es
und rüst ihm entgegen
und schüttle ab, was dich bedrückt
und verstimmt…

Es ist so einfach alles, wenn man
selber nur es einfach nimmt!

Und Sorgen und Schwarzsehn trägt nicht weit;
Zuversicht schafft es und Fröhlichkeit!

Also raffe dich auf, hallo! und tu mit
und halte Schritt
und mache dich jung wieder, altes Herz!
Es wird ja doch Frühling! 
Es ist ja schon März!

Und wiederum sag ich: Hallo, es ist Zeit!
und wenn es auch wettert mitunter
und schneit,
als wenn der Frühling noch monateweit,
es ist Zeit!
Sei bereit!

Noch ehe dus acht,
steht in siegender Pracht
am tiefblauen Himmel die Sonne und lacht:
Ihr habt gejammert wochein und -aus,
wenn nur der Winter erst wieder vorbei
und all die Karneval-Narretei!

Man käm nicht aus Frack und aus Festen heraus
und möchte Mensch sein endlich wieder
und hinaus! …

Und nun, und nun?! wo bleibt ihr nun
wenn euch so viel darum zu tun?

Ich bin schon immer auf dem Weg,
ich weiß schon lange wie es steht,
und wer einmal über die Felder geht,
auch wenns ihm kalt um die Nase weht,
der weiß Bescheid
und macht sich bereit
und lacht und freut sich: Es ist so weit!

(1864 - 1920), deutscher Schriftsteller, Journalist, Pseudonym Cäsar Stuart





Auch wenn ich mich nicht beklage, so möchte ich
längst weiter sein mit der Genesung. Ein Zustand der
mir bestens bekannt.

Es bleibt jedoch nichts anderes übrig.

So packe ich mich selbst bei der Nase:
Es gilt einmal mehr
die eigene Ungeduld zu bändigen.


"Die Menschen sind so und wollen so sein…

Du wirst sie nicht ändern!

Sie jammern und klagen
und sind an allem nur selber schuld
mit ihrer freudlosen Ungeduld."







Also wird mindestens ein Spaß verordnet!
Der dann auch einmal wieder zu Christa`s Aktion ziehen darf:

Christa`s Aktion

S / W-Fokus_2017





Ei, wenn ich es recht bedenke, es wird Frühling und damit

höchste Zeit mir ein neues Gewand zuzulegen.

Die alten Klamotten sind sowieso vergilbt und modrig.

Tja, welche Modefarbe darf es in diesem Jahr wohl sein?!

Zur Abstimmung den Igel gefragt und auch die Pilze hier.




Ganz klar: Die Entscheidung, passend zum Garten, lautet
es muss ein Grünton werden...




Ein weiteres Ergebnis aus meiner Papierwerkstatt:

Es handelt sich um eine Falt-Klebe-Arbeit, genannt

Endless-Love *Klick weil durch das jeweilige Aufklappen

der Text immerfort wieder erscheint!


Wer es nacharbeiten möchte, der Link oben führt zu Peter Dahmens
YouTube Video, die Erlaubnis habe ich bei ihm eingeholt und
bedanke mich an dieser Stelle herzlich für das detaillierte
Video und die freundliche Gestattung! Link: https://m.youtube.com/watch?v=3rLBknHCPcE




Habt es fein & liebe Grüßle von

Heidrun


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25. März 2017

Monatsrückblick...

...für einen spannungsreichen Monat.

Der zeigte, dass Glück und Unglück
schnell aufeinander folgen können!


Was [emp]fand ich im März?


Es wird wieder Zeit für den üblichen Blick über die Schulter,

zeitlich nach hinten, dem Monatsrückblick bei Birgitt.

Verschiedenes steht ohnehin in den einzelnen Posts für den Monat März, was jedoch
in keinem Post zu finden war, erzähle ich noch nebenbei hier zum Monatsrückblick.

Und die Erinnerung an die Opfer vor zwei Jahr, die am vierundzwanzigsten März auf dem Flug ab

Barcelona in der Germanwings-Maschine verstarben. 
.
Schneeglöckchen in unserem Garten
...ist heute mein Glück für das Projekt von Loretta und Wolfgang


Alles fließt, das Leben besonders. Unlängst mit meiner Nachbarin geratscht

erfuhr Neuigkeiten von den heranwachsenden Kindern, die uns bereits von

Geburt an bekannt sind. Und einer Blogfreundin schrieb beziehungsweise



erzählte ich von einer alten Postkarte.




Bastelarbeit aus meiner Papierwerkstatt für Ostern




Eine Idee hatte ich zu genau dieser uralten Karte. Einer Postkarte mit

Bedeutung und einer Geschichte. Als die Mutter meiner langlangjährigen

Freundin verstarb, sprachen wir beide intensiver miteinander.




Es galt die Trauer zu verarbeiten. Und sie sandte mir diese bewusste



Karte, die sie beim Aufräumen in der Wohnung gefunden hatte. Die alte Dame



wohnte nämlich bis zuletzt in ihren eigenen vier Wänden, wurde abwechselnd



von den Kindern versorgt, auch ein Sozialdienst betreute mit. Als die Karte aus



Pforzheim schließlich mit der Post bei mir ankam, hielt ich sie in der Hand

und wusste sofort, dass ich sie behalte und in Ehren aufhebe.






Fanny liegt schlafend unter meinem Schreibtisch während ich poste.



Die Karte verströmte Erinnerungen, die ich nicht wegwerfen konnte und wollte. 

Also knickte ich die Karte, entwickelte daraus auch ein Lesezeichen das mich

heute noch immer wieder freut.




Es sind die ge- und verbrauchten Dinge des Alltags, die Geschichten erlebten

und erzählen können für denjenigen, der sie wirklich hören möchte. Allerdings

allen anderen, die sie achtlos wegwerfen, werden sie sich verschließen oder

maximal für einen kurzen Augenblick eröffnen.


Das ist meine persönliche Überzeugung.



Aktuell lese ich diese Biografie


Ein Buch, das ich vor wenigen Tagen in die Hände bekam und gerade lese.

Der bekannte Peter Roman Scholl-Latour (* 9. März 1924 in Bochum;

† 16. August 2014 in Rhöndorf; geboren als Peter Scholl, Latour war der

Mädchenname seiner Urgroßmutter väterlicherseits) war ein beliebter und sehr

erfahrener deutsch-französischer Journalist und Publizist.


Wer Interesse an diesem Buch hat: Nach Beendigung der Lektüre
werde ich eine Rezension darüber schreiben...



Scholl-Latour arbeitete schon während des Studiums als Reisejournalist für

deutsche und französische Zeitungen und Rundfunkanstalten. Sein Volontariat

absolvierte er 1948 bei der Saarbrücker Zeitung, nachdem Le Monde bereits eine 

Reportage über eine illegale Reise durch die sowjetische Besatzungszone von

ihm abgedruckt hatte. Für seine Berichte bereiste er Amerika, Afrika, den

Vorderen Orient und große Teile Südost- und Ostasiens.


In den Jahren 1954 und 1955 war er Sprecher der Regierung des Saarlandes, wo

er zunächst zum Mitarbeiter und Pressesprecher des Amtes für Europäische und

 Auswärtige Angelegenheiten in Diensten des Ministerpräsidenten Johannes

Hoffmann berufen wurde. Während seines anschließenden Studiums in Beirut

berichtete er von dort als Korrespondent und bereiste ab 1959 Afrika und

Südostasien. Ab 1960 arbeitete er für den Hörfunk: Bis 1963 war er ständiger

Afrikakorrespondent der ARD mit Sitz in Léopoldville (heute Kinshasa)

und Brazzaville.


1963 wechselte er zum Fernsehen und gründete das vom WDR verantwortete

ARD-Studio in Paris, das er bis 1969 leitete. Von 1969 bis 1971 war er als

WDR-Fernsehdirektor für das 1965 gegründete Westdeutsche Fernsehen (WDF)

verantwortlich. In seine Amtszeit fielen unter anderem die Einführung des

Schulfernsehens und der Lach- und Sachgeschichten, Vorläufer der Sendung mit

der Maus, sowie der kontroverse Fernsehfilm Das Millionenspiel und die

Chronik der laufenden Ereignisse von Peter Handke. Nach seinem Wechsel als

 Chefkorrespondent zum ZDF (1971) leitete er von 1975 bis 1983 zusätzlich das

Pariser ZDF-Studio.

...berichtet Wikipedia



Und natürlich darf nicht zuletzt die anfangs angekündigte

Collage fehlen, die meinen spannungsreichen Monat März darstellt.





Nach dem Unfall sprachen wir oft darüber: Das Glück im Unglück

erfahren zu haben. Denn es hätte noch ganz anders verlaufen können!




Das Glück, das glatt und schlüpfrig rollt,

tauscht in Sekunden seine Pfade,

ist heute mir, dir morgen hold

und treibt die Narren rund im Rade.


Lass' fliehn, was sich nicht halten lässt,

den leichten Schmetterling lass´ schweben,

und halte dich nur selber fest;

Du hältst das Schicksal und das Leben.


(1769 - 1860), deutscher Professor für Theologie und Verleger, der wegen seiner
anti-napoleonischen Flugschrift »Geist der Zeit« nach Stockholm fliehen musste




Ein paar Bilder noch von der Vernissage, als wir die Bilder

beziehungsweise Objekte an die Wände gebracht hatten, vor der Eröffnung...



Es sind tatsächlich Pizza-Kartons, die ich kurzer Hand für meine 

Ideen Zweck enteignet und umfunktioniert habe.




Die Bilder: Hommage für Keith Haring





Lebenslied.

Steh und falle mit eignem Kopfe,
thu das Deine, und thu es frisch!

Besser stolz an dem irdnen Topfe
als demüthig am goldnen Tisch:
Höhe hat Tiefe,
Weltmeer hat Riffe,
Gold hat sorgliches Schlangengezisch.

Bau dein Nest, weil der Frühling währet,
lustig bau’s in die Welt hinein.

Hell der Himmel sich droben kläret,
drunten duften die Blümelein –
Wagen gewinnet,
Schwäche zerrinnet:
Wage! Dulde! Die Welt ist dein.


Steh nicht horchend was Narren sprechen;
jedem blüht aus der Brust sein Stern.

Schicksal webt sich an stygischen Bächen,
Feigen webt es sich schrecklich fern:
Steige hinnieder!
Fasse die Hyder!
Starken folget das Starke gern.
Wechselnd geht unter Leid und Freuden
nicht mitfühlend der schnelle Tag;
jeder suche zum Kranz bescheiden,
was von Blumen er finden mag;
Jugend verblühet,
Liebe verglühet:
Lebe! Halte! Doch lauf nicht nach.

Ernst Moritz Arndt

Quelle: Arndt, Gedichte. Aus: Lebenslied, 1840


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Habt es fein & liebe Grüßle von

Heidrun



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24. März 2017

Alles Banane...

...meine Frage in die Runde!

Oder - vermeidet bitte auf der Schale
auszurutschen - es täte weh.

Verlinkt mit dem ZiB _
Ein beliebtes Projekt von Nova

Aus dem eigenen Alltag.

Neulich, ich war erneut bei meinem Arzttermin. Eine weitere Erledigung
jedoch führte in die Altstadt von Augsburg. Gegenüber vom renommierten
Augsburger Restehaus (über welches ich einmal separat schreiben möchte) befindet
sich der Aigner.

Nicht zu verwechseln mit dem Label  Etienne A i g n e r, das für exklusive
Mode steht. Es handelt sich dagegen um ein Ladengeschäft mit handwerklichem
Hintergrund. Der Aigner *klick existiert seit 1899 und ist eine Institution in
meinen Augen hier in Augsburg.

Allerdings beherbergte nachweislich bereits gegen 1600 an dieser Stelle eine
Gerberei.


Die Firma Aigner-Hirschleder hat tatsächlich den letzten Gerberboden weit
und breit. Bereits von außen auf der engen Straße deutlich zu sehen: Der

mehrstöckige Dachboden, der wie im Mittelalter die Lederteile zum Trocknen
aufgehängt beherbergt. In deren Werkstatt jedoch wird Hirschleder nach wie
vor mit der ältesten Veredelungsmethode, nämlich nach der sogenannten
Sämischgerbung, verarbeitet.



Ich brachte meine Lederjacke zur Restaurierung dort vorbei.


...Blick aus dem Autofenster von unterwegs...


Mein gefährlicher Weg in die Innenstadt! So eine Sauerei dachte ich mir.



Wikipedia gibt Auskunft.

Als Sämischleder (Chamoisleder) werden Leder bezeichnet, die durch Gerben
mit Gerbstoffen auf der Basis oxidierbarer Fette hergestellt werden. Obwohl bei
der Sämischgerbung die Schrumpfungstemperatur der Haut nur wenig gesteigert
wird, kann man von einer echten Gerbung sprechen, da das kollagene
Fasergefüge vernetzt und die Gerbstoffe irreversibel gebunden werden.

Die enthaarten Blößen werden durch mechanisches Einarbeiten von Fischöl oder
-tran in Walkmühlen mit Tran gesättigt (fettgar). Das Fett, mit einem hohen
Anteil an ungesättigten Fettsäuren, oxidiert im Innern der Haut und entwickelt
dadurch seine Gerbwirkung.

Vor der eigentlichen Gerbung wird bei Wildfellen (Reh, Hirsch, Gämse)
entweder im Blößenstadium oder nach der Vorgerbung die Narbenschicht
entfernt. Sämischleder ist also ein Rauleder. Nach der Oxidation der Trane wird
der überschüssige Gerbstoff mit Sodalösungen und Tensiden ausgewaschen.

Die Leder werden getrocknet, gestollt und geschliffen. Gefärbt wird zumeist
im Bürstverfahren, oft mit Lösungen aus Pflanzenfarbstoffen, wodurch sich
die typische Oberflächenfärbung mit ungefärbter Fleischseite ergibt.





Sämischleder wird hauptsächlich für Trachtenbekleidung eingesetzt.

Hierfür ist eine gerne verwendete Rohhaut Rotwild (Hirschleder).
Durch die große Weichheit, Waschbarkeit, Schweiß- und Alkalibeständigkeit
sowie die antiallergene Wirkung eignet es sich zur Verwendung in der Orthopädie.

Wegen seiner Weichheit und Porigkeit wird Sämischleder auch als
Fensterleder verwendet und zu Reinigungszwecken beispielsweise in
Restaurierungswerkstätten eingesetzt.

Der gute Isoliereffekt ist ein Vorteil bei der Verarbeitung zu feinen
Handschuhen.





Eines der nützlichen Tiere, die wir besitzen,
ist das Schwein.

Von ihm kann man alles verwenden:
Das Fleisch von vorn bis hinten,
die Haut für Leder,
die Borsten für Bürsten und
den Namen als Schimpfwort.

Quelle: Humor aus Kindermund





Ein schönes Wochenende:

Habt es fein & liebe Grüßle von

Heidrun




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